Veröffentlichung der SDG Guides

Für die Sektoren „Bau“ und „Verarbeitende Industrie“

Die neuen SDG Guides des Global Compact Network Austria bieten Unternehmen in den Sektoren Bau und Verarbeitende Industrie einen praxisorientierten Leitfaden zur schrittweisen Integration der Sustainable Development Goals in das Kerngeschäft. Unternehmen sollen mit konkreten Umsetzungsmöglichkeiten aufgezeigt werden, wie sie in ihrem Sektor ihr Potential nützen können, um ihren positiven Impact im direkten und indirekten Wirkungsbereich zu erhöhen und ihren negativen Impact auf die SDGs zu reduzieren. Die Leitfäden wurden gemeinsam mit Pro Sustainability aus Graz, unter Einbezug ausgewählter Unternehmen aus den Sektoren erarbeitet. Sie wurden am 10. November in Graz offiziell vorgestellt.

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Stefanie Weniger und Daniel Fitz vom GCNA; Ana Moreno von Pro Sustainability und Untenehmensvertreter:innen von Greiner, Ringana, Wienerberger, Pewag und Magna Steyr

Mit Verabschiedung der 17 Sustainable Development Goals am 25. September 2015 durch die Generalversammlung der Vereinten Nationen wurde ein globales Rahmenwerk geschaffen, das die drängendsten Herausforderungen unserer Zeit adressiert. Alle 193  Mitgliedstaaten  der  Vereinten  Nationen haben sich dazu bekannt, sowohl auf internationaler als auch auf regionaler und nationaler Ebene zur Umsetzung der SDGs bis 2030 beizutragen. Die SDGs zeigen uns, wohin wir gemeinsam als Weltgemeinschaft gehen müssen und wie wir dorthin gelangen können.

In dieser Hinsicht spielen auch Unternehmen eine wichtige Rolle, die maßgeblichen Einfluss auf die Erreichung der SDGs haben.  Gleichzeitig bringen die SDGs großes Potenzial für den nachhaltigen  wirtschaftlichen Erfolg  eines  Unternehmens.  Sie reflektieren ein breites Marktportfolio, das durch die Umsetzung innovativer Lösungen und Technologien bedient werden kann. Auch kann eine systematische Auseinandersetzung mit den SDGs im Unternehmen dabei helfen, Übergangsrisiken zu berücksichtigen, die sich langfristig das Geschäftsumfeld auswirken können.  Dazu gehören politische und rechtliche Risiken (z.B. Gesetze, die auf EU Ebene zunehmend im Bereich des nachhaltigen Wirtschaftens erlassen werden, wie die EU-Taxonomie, CSRD oder CSDDD), Markt- und Technologierisiken, Reputationsrisiken sowie  akute  und  chronische  Risiken  durch  die  physischen Auswirkungen des Klimawandels.

Dahingehend können Unternehmen ihre Strategie und Zielsetzung an den SDGs ausrichten und so sicherstellen, dass positive Auswirkungen des eigenen Handelns auf Mensch und Umwelt verstärkt und negative Auswirkungen reduziert werden. Doch wo  anfangen?  Wie  kann  ich  herausfinden,  welche  SDGs  für  mein  Unternehmen  entlang  der  gesamten  Wertschöpfungskette  Relevanz  tragen  und  prioritär  zu behandeln sind? Und wie kann eine erfolgreiche Integration in das Kerngeschäft gelingen und einer nachhaltigen Transformation vorausgehen?

Die SDG Guides sollen dabei unterstützen,  diese  und  weitere  Fragen  zu  beantworten,  und  als  Leitfaden  dienen,  von  einer  SDG-Priorisierung  entlang  der Wertschöpfungskette hin zu einer systematischen Einbettung der SDGs über alle Bereichsebenen hinweg zu gelangen. Auf diesem Weg soll eine sektorspezifische Analyse ausgewählter Wirkungsbereiche Impulse und Ideen für ein individuelles Vorgehen geben. Damit soll auch aufgezeigt werden, wo die größte Bandbreite wirkungsvoller Maßnahmen des Sektors liegt.

Weiteres zu den SDGs

Bei den Sustainable Development Goals (SDGs) handelt es sich um die globalen Ziele Nachhaltiger Entwicklung, die im September 2015 auf der Generalversammlung der Vereinten Nationen (UN) von 193 Mitgliedsstaaten beschlossen wurden und im Jänner 2016 in Kraft getreten sind. Weitere Infos.